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Theater in der Schule
Die Premiere von „Empfänger unbekannt“, einer mobilen Theaterproduktion des jungen schauspiel lübeck, fand im November in der Aula des Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasiums statt und kann ab sofort von allen weiterführenden Lübecker Schulen gebucht werden. Der gleichnamige Briefroman der US-amerikanischen Autorin Kressmann Taylor thematisiert den Verlust einer Freundschaft in Zeiten politischer Radikalisierung.
Der Deutsche Martin Schulze und der amerikanische Jude Max Eisenstein betreiben in den USA eine gutgehende Kunstgalerie. 1932 entscheidet sich Schulze, mit seiner Familie nach Deutschland zurückzukehren. Eisenstein führt die gemeinsame Galerie in San Francisco weiter. Zunächst scheint die Freundschaft nicht unter der räumlichen Trennung zu leiden. Doch Schulze, der die politischen Entwicklungen in Deutschland anfangs noch kritisch betrachtete, entwickelt sich nach und nach zum bekennenden Nationalsozialisten. In Zeiten gesellschaftlicher Spaltung und eines wachsenden Populismus spricht diese Theaterproduktion ein hochaktuelles Thema an: Was tun, wenn sich ein nahestehender Mensch in einem Strudel aus Fake News und Propaganda verliert?
Das Theaterstück dauert ca. 60 Minuten und eignet sich für Schulklassen ab Jahrgangsstufe 10. Ein theaterpädagogisches Begleitprogramm zur Vor- und Nachbereitung wird ebenfalls angeboten. Information und Buchung über www.junges-schauspiel-luebeck.de.