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Werde Zweitzeug:in

Januar und Februar standen ganz im Zeichen aktiver Erinnerungsarbeit. Mit der von der Michael-Haukohl-Stiftung finanzierten Ausstellung „Werde Zweitzeug:in“ beteiligte sich das Projekt „Schüler führen Schüler“ an dem schulinternen Shoah-Gedenktag des Katharineums zu Lübeck. Der bundesweite Gedenktag findet jährlich am 27. Januar, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, statt und ist vor sieben Jahren von Jugendlichen auch an der der Schule aufgebaut worden. Jedes Jahr plant und organisiert ein Team aus mehreren Schülern und Schülerinnen Veranstaltungen altersgerecht für alle Jahrgänge des Katharineums.

Die Ausstellung ist vom Verein „Zweitzeugen e.V.“ jugendgerecht konzipiert. Anhand der Lebensgeschichte von drei Überlebenden der Shoah können die Jugendlichen interaktiv erfahren, was Antisemitismus, Hetze und Ignoranz anrichteten und heute auch noch anrichten können. Dass sich Schüler und Schülerinnen intensiv in das Thema einarbeiteten, um Führungen für Klassen der eigenen Schule als auch für Klassen externer Schulen zu geben, ist angesichts der Komplexität des Themas eine beachtliche Leistung. Denn es ist etwas ganz anderes, wenn etwa Gleichaltrige die Geschichten mit ihren Worten wiedergeben, Fragen an die Klasse stellen und erzählen, was sie persönlich berührt hat. 

Innerhalb von vier Wochen besuchten über „Schüler führen Schüler“ rund 800 Jugendliche diese bemerkenswerte Ausstellung.